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Der

Wellensittich

 

 

Ein Beitrag von Robert Bauer

 

Nur rund 200 Jahre hat der Wellensittich gebraucht, um sich über die ganze Welt zu verbreiten und zu einem der beliebtesten Haustiere zu werden. Der Grund dafür ist neben seinem schönen Federkleid seine hohe Intelligenz.

Als britische Forscher im Jahr 1800 auf weiten Grasebenen in Australien Schwärme von Wellensittichen entdeckten, dürften sie nicht schlecht gestaunt haben, als die Mini-Papageien schon nach wenigen Wochen ihre Worte imitierten und den Anschein erweckten, als wollten sie mit ihnen sprechen.

 

Vom Zeitpunkt seiner Entdeckung in Australien dauerte es aber noch eine Weile, bis der Wellensittich auch in Europa Fuß fasste. Der englische Forscher John Gould (1804 bis 1881) war so fasziniert von den kleinen Vögeln, dass er die ersten Exemplare 1840 von Australien mit nach Europa brachte. Wegen des Musters auf dem Gefieder nannte er die Art "Melopsittacus undulatus", was übersetzt "gewellter Singpapagei" heißt. Daraus entstand der deutsche Name "Wellensittich".

 

Schon bald erfreute sich der Wellensittich in Europa großer Beliebtheit. Die Importeure, Besitzer und Züchter machten dem kleinen Vogel das Leben jedoch zur Hölle. Viele Tiere überlebten nicht einmal die Überfahrt. Es galt als Erfolg, wenn zwei Drittel der Vögel durchkamen. In der neuen Heimat angekommen, gingen viele ein, weil sie falsches Futter bekamen, in zu engen Käfigen oder isoliert gehalten wurden.

Millionen von Wellensittichen wurden importiert, bis die australische Regierung 1884 endlich das bis heute geltende Exportverbot verhängte, um die Vogelart vor der Ausrottung zu retten. Was wieder einmal mehr deutlich macht, dass die Profitgier nur Not und Elend schafft – und letztlich dann auch eines Tages einmal unser Verderben sein wird. Die Profitgier gehört nicht nur durch Berichte angeprangert, sondern sie gehört gesetzlich verboten sowie strafrechtlich verfolgt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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