Zur Registratur

 

 

 

 

 

Ein Beitrag von Robert Bauer

 

Als größtes Nagetier Europas ist der Biber nahezu perfekt für ein Leben am Wasser und im Wasser ausgestattet. Der Biber hat einen spindelförmigen Körper, einen breiten, abgeplatteten und beschuppten Schwanz und natürlich Schwimmhäute zwischen den Krallen.

 

War ein Biber am Werk, ist das besonders gut an den sanduhrenförmigen Nagespuren zu erkennen, die er in den Bäumen hinterläßt. Mit ihren teilweise sehr eindrucksvollen Dammbauten können Biber sogar kleinere Fließgewässer anstauen oder ganze Teiche anlegen.

 

Lange Zeit stellte man den Tieren wegen der Schäden nach, die sie an Bäumen und Ufern hinterlassen. Jedoch gemessen daran, was der Mensch für gravierende Schäden in der Natur hinterläßt, sind die Schäden der Biber lediglich wie ein Tropfen auf dem heißen Stein zu bewerten.

Auch wurde der Biber über einen sehr langen Zeitraum verfolgt, weil die meisten Menschen auf dieser Erde alles verfolgen müssen, wovon sie glauben, dass es im Wert unter ihnen steht. Ja, ein sehr großer Teil der Menschheit ist halt so primitiv.

Zudem galt Biberfleisch früher bei den Katholiken als Fastenspeise, weil die katholische Kirche die Nager wegen ihres geschuppten Schwanzes zu den Fischen zählte. Aber auch wegen ihres wertvollen Felles wurden die Biber über Jahrhunderte stark bejagt. Dies alles führte dazu, dass der Biber schon im 19. Jahrhundert in Europa fast ganz verschwunden war. In Deutschland haben nur einige wenige Exemplare an der Hamburger Elbe überlebt.

 

Anfang der 60er Jahre wurden dann u.a. in Deutschland Wiederansiedlungsprogramme für den Biber gestartet, die zum Teil mit behördlicher Unterstützung erfolgten. Das größte Engagement kam aber von den Ehrenamtlichen, die u.a. allein in Bayern etwa 6.000 Tiere wiederansiedelten.

 

Heute findet man glücklicherweise auch in Amberg an der Vils viele Biber, auch wenn man als Fotograf angestrengt danach suchen muss. Dies aber liegt nicht etwa daran, dass die Biber anzahlmäßig so gering vertreten sind, sondern eher daran, dass Biber die Abend- und Nachtstunden für ihre Aktivitäten bevorzugen und sich demzufolge tagsüber nur sehr selten zeigen.

 

Mir ist nun endlich auch ein kleiner Video-Clip gelungen, welcher in Amberg an der Vils am 06. Oktober 2017 gegen 21:15 Uhr aufgenommen wurde. Dieser Clip entstand mit einem Sony Camcorder, welcher Filme in HD- und K4-Qualität dreht, auch wenn dies zu diesen späten Abendstunden kaum noch eine Rolle spielte. Aber dieser Camcorder kommt mit sehr wenig Restlicht aus, welches er bereits schon bei der Aufnahme automatisch unter Einbezug des Weißausgleichs hochrechnet. Das Ergebnis kann sich durchaus sehen lassen, wenn man bedenkt, dass es um diese Uhrzeit vor Ort nahezu dunkel war.

 

Die Fotoaufnahmen wurden im Sommer 2017 erstellt, indem ich immer wieder mal 1 Foto belichtet habe, wenn ich durch Zufall einen Biber gesehen habe.

 

 

 

 

 

 

 

 

Clip

      

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wenn Sie mir schreiben möchten

oder eine Frage an mich haben:

robert-bauer@photokina.club

oder

09621 69 31 52

 

 

 

 

 

 

Beschreibung: Beschreibung: Beschreibung: Beschreibung: Beschreibung: Beschreibung: Beschreibung: Beschreibung: Beschreibung: Beschreibung: Beschreibung: Beschreibung: Beschreibung: Beschreibung: Beschreibung: 0106     Beschreibung: Beschreibung: Beschreibung: Beschreibung: Beschreibung: Beschreibung: Beschreibung: Beschreibung: Beschreibung: Beschreibung: Beschreibung: Beschreibung: Beschreibung: Beschreibung: Beschreibung: 0105